Exotenbonus – oder…

…wie man einen Weihnachtsbaum 10,– € billiger bekommt. 🙂

Was ist eigentlich „normal“? Ich bin´s wohl nicht (ist auch gut so). Kindi und ich wollten heute endlich unseren Weihnachtsbaum kaufen – heute, weil wir auf besseres Wetter gehofft hatten – stattdessen wurde es noch viel schlechter (eigentich kaum vorstellbar – ist aber so). Nun denn… Kindi kam schon pitschnass an, als es mich von der Arbeit abholte. Überaus motiviert ob der Bindfäden, die es von oben herabregnete, vermieden wir einen längeren Spaziergang und nahmen einen Bus, der uns zu unserem Weihnachtsbaum-Kaufziel zweiter Wahl brachte. Aber manchmal hat so etwas ja seinen Sinn. Als wir ankamen suchten wir flugs einen Baum aus – wir sind da schnell entschlossen, da wir genau wissen was wir wollen – und wollten ihn gerne bezahlen. Schließlich lud das Wetter weder zu weiterer Suche noch zu längerem Aufenthalt im Freien ein. Aber da war niemand, der unser Geld haben wollte. Wir also ins nebenan gelegene Pflanzencenter getigert und gefragt, ob die ZUFÄLLIG auch für die Weihnachtsbäume zuständig wären. Waren sie. Theoretisch. Denn der zuständige Mann machte grade Mittagspause, die Frau an der Kasse war ansonsten ganz allein und konnte das Center nicht verlassen. Toll. Nun wir wollten den Baum haben und zwar jetzt und nicht irgendwann und überhaupt. Also habe ich gefragt, ob ich den Baum herbringen darf zu ihrer Kasse, damit sie diese nicht allein lassen muss. Logischerweise stieß ich auf einen sehr verwunderten Blick und man gab mir zu Bedenken, dass ich den Baum alleine ja gar nicht anschauen geschweige denn aussuchen könnte. Das lag vermutlich daran, dass zwei Blondinen nichtmal halbwegs normale Forderungen stellten… nunja. Ich konnte sie überzeugen, dass ich den Baum bereits ausgesucht hatte, ihn lediglich schnell bezahlen wollte und sie erklärte sich einverstanden (Wahnsinn!), dass ich ihn hole. „Aber was ist mit Eintüten?“ – „Mache ich auch selber, wenn ich ihn 5,– billiger bekomme“ sage ich weil es mir angemessen erscheint. Wieder ist man einverstanden, glaubt vermutlich nicht wirklich daran, dass wir 3 Minuten später mit eingetütetem Baum wieder aufkreuzen. Tja! Wieder ein ungläubiger Blick und dann ein „Sie sind toll!“ (jaaaa, das hatten wir uns verdient, vielen Dank!!). Ich bemerkte ganz nebenbei, dass man dort einfach mit dem schönsten Baum  rauslaufen könnte ohne zu bezahlen und keiner würde etwas merken (dachte insgeheim an den 150,– € teuren, den ich zuerst in der Hand hatte…). Daraufhin bekam ich nochmal 5,– € Nachlass verbunden mit der Frage, ob ich nicht doch vielleicht Hilfe beim Einladen ins Auto bräuchte. Ich glaube, die nette Dame erkennt mich nächstes Jahr noch wieder, wenn ich dort wieder einen Tannenbaum kaufe, als „die, die ihren Weihnachtsbaum im strömenden Regen allein zur Bushaltestelle trägt“… 🙂

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