Ansichtssache

Was passiert, wenn man bei -3° C auf Wunsch der Mitwochsomi das Garagentor mit Seifenlauge abwäscht?

Genau…!!  :genau:

Aber gefrorene Seifenflöckchen auf Eis sehen eben schöner aus als graue Matschspuren… meint zumindest die Mittwochsomi.

Ein Stern für Holland…

… oder: Fragen über Fragen!

Ja, ich gebe auch mal wieder etwas zum Besten… obwohl ich:

– mein frisch renoviertes Zimmer einräumen
– den Garten wässern
– die Spuren der Küchenschlacht beseitigen
– die Geschirrspülmaschine ausräumen
– die Wäsche bügeln
– die Fenster putzen
– die Betten beziehen
– das Haus von oben bis unten reinigen
– unbedingt einfach mal AUSRUHEN

müsste… Mir ist irgendwie alles zuviel grade, bzw. ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Dabei hätte ich so gerne mal wieder alles auf dem „Laufenden“ *seufz*

Heute scheint mir so ein allgemeiner Volkstrauertag zu sein. Man könnte auch sagen, es ist Ruhe eingekehrt im Vuvuzela-gestressten Land. Nunja… ich hatte mir England und die Niederlande im Finale gewünscht, zumindest halbwegs ist mein Wunsch ja in Erfüllung gegangen. Deshalb wünsche ich mir jetzt einen Stern für Holland. Jawohl. Und Wesley Snejder wird WM-Torschützenkönig und nicht der Herr Villa. Punkt.

Ein paar Fragen hätte ich da noch…

Wenn man einen Gärtner und eine Haushaltshilfe beschäftigt, wer fegt dann die Gartenwege? Kleiner Tipp… es ist nicht die naheliegende Antwort. Anschlussfrage: Warum fällt einem das mit dem Fegen der Gartenwege um kurz vor 12:00 Uhr mittags (also unmittelbar vor Feierabend) ein, wenn die 30°C  im Schatten gerade überschritten worden sind?  Ich schätze, darauf gibt es keine vernünftige Antwort. Die Gartenwege sind übrigens nicht im Schatten und der Gärtner war am Tag zuvor da. Soviel dazu. Mein T-Shirt habe ich dann eine Arbeitsstelle weiter kurz durchgewaschen und trocken gebügelt… damit konnte man unmöglich unter die Leute…

Noch mehr Fragen… beim nachfeierabendlichen Einkauf bei AL*DI (unter anderem) verfolgt mich ein junges Pärchen (natürlich nicht bewusst, aber die waren immer hinter mir und so konnte/musste ich hören was gesprochen wurde). Offenbar waren die beiden noch nicht lange zusammen, denn der junge Mann fragte die junge Frau „Kannst Du Salat?“ – „Was kann ich?“ – „Na ob Du Salat kannst!?“ – „Ja kann ich wohl, Salat kann ich! Aber ich kann keine Soße…!“

Ich hätte mich soooooo wegschmeißen können vor Lachen und musste mich beherrschen, dazu keine passende Bemerkung fallen zu lassen…

Und bevor jetzt der Eindruck völliger Verwirrung meinerseits entsteht werde ich mich an eine der obengenannten Aufgaben machen, denn das Wochenende verspricht wieder abwechslungsreich zu werden und für nächste Woche hat Schatzi´s Schwester ihren alljährlichen Besuch angekündigt. Eigentlich gäb´s noch viel zu erzählen von wegen Abitur-Entlassungsfeier und Abiball und Au Pair Jahr und überhaupt. Aber das muss warten bzw. ich müsste erst die Erlaubnis zum Zeigen der Fotos einholen. Vielleicht schaffe ich das noch – hab´s grade mental oben mit auf die Liste gesetzt.

Bis demnächst in diesem Theater :huhu:

Schlimmer…

…als eine Mittwochsomi mit Kleinigkeiten-Tag ist eine Mittwochsomi in der Wohnung ihrer Tochter… blinder Aktionismus angesichts der messi-ähnlichen Zustände und zwei Klempner, die zum Möbelrücken und Teppichzurechtziehen missbraucht wurden. Jetzt weiß ich auch, wie sich Fremdschämen anfühlt… :igitt:

Wenn die Mittwochsomi sagt…

…“heute hab´ ich nur ein paar Kleinigkeiten“, dann bedeutet das nicht, dass ich früher gehen kann! Im Gegenteil, es verspricht dann ein anstrengender Vormittag zu werden. Es heißt nämlich übersetzt soviel wie… „ich hab´ vergessen zu planen, also wird jetzt improvisiert“. Im Klartext bedeutet es, sie läuft durch´s Haus und überlegt, was man (ich) denn nun – mangels Plan – so machen könnte, respektive: was schon FURCHTBAR lange nicht mehr gemacht wurde. Heraus kommen dabei solch unter den Nägeln brennende Arbeiten wie: Heizungskellerfenstersims von Spinnweben befreien und „wenn sie schonmal vor dem Heizungskellerfenster stehen, dann kann das auch gleich geputzt werden“ und weiter „ach, und WENN sie schonmal das Fenster auf haben, dann können Sie die Kasematte gleich von Blättern befreien!“ usw. usf. Abgesehen davon wurde festgestellt, dass die Leiter nicht mehr schön aussieht und mal abgewaschen werden könnte (jetzt sieht sie wieder wie neu aus, das können „wir“ eigentlich viel öfter mal machen…), die kleine Lampe an der Decke der überdachten Seite des Balkons dringend mal von innen gereinigt werden müsste (stimmt, in den letzten 10 Jahren habe zumindest ich das nicht gemacht, ich wusste gar nicht, dass da eine Lampe ist…), ach ja und der Vorkellerfussboden müsste mal GUT gesaugt werden. Was bitte ist schlecht gesaugt? Mit dem superduperhochmodernen 1200 Watt Hochleistungssauger von LUX mit der vollautomatischen Saugkraftregelung und der ebenfalls vollautomatischen Düse, welche die Bürste einzieht, sobald sie einen Teppich erblickt, kann man doch überall und zu jeder Zeit nur GUT saugen!? Natürlich habe ich dies für mich behalten und all die netten Kleinigkeiten erledigt, die man mir im Laufe des Vormittags so abverlangt hat und mich von einer zufrieden strahlenden Mittwochsomi verabschiedet – bis zur nächsten Woche.

Aufgrund der zahlreichen Kleinigkeiten war ich eine halbe Stunde verspätet bei Kundin Nr. 2 und da ich Kunden Nr. 3 nicht warten lassen wollte, habe ich mir zwecks Beschleunigung meinen MP3-Player in die Ohren gesteckt und mir „Hoodoo“ von Krokus reingedröhnt. Prompt waren die 1,5 Stunden Arbeitszeit in 1 Stunde erledigt und ich war pünktlich bei Nr. 3 wo  zur Begrüßung – wie immer übrigens – ein Espresso mit Tartufo auf mich wartete. 

Wie ihr seht hatte ich einen rasanten, amüsanten und zumindest zeitweise auch entspannten Arbeitstag…

Neues von der Mittwochsomi

Anstatt eines blöden Spruches bezüglich der Uhrzeit bei meiner Ankunft bekomme ich in letzter Zeit immer zuallererst einen Tee angeboten. Manchmal nützt es doch etwas, wenn man aus der Haut fährt…  :greenglasses:

Allerdings wurde ich letzte Woche beinahe Opfer eines heimtückischen Anschlags… Tatwaffe: WC-Reiniger. Man kann daraus – wenn man weiß wie – eine nicht ungefährliche Mischung machen. Mit Betonung auf Mischung..! Ich benutzte den Reiniger wie sonst auch: Deckel auf – rein – Deckel wieder zu. Allerdings wunderte ich mich doch sehr über den sich bildenden Schaum. Ich habe dort extra einen umweltfreundlichen Essigreiniger besorgt, weil ich eben nicht gerne mit purem Gift (Chlor, etc. ) hantiere. Angesichts des Schaums kam mir das ganze allerdings doch seltsam vor. Also schaute ich mir die Flasche nochmal genauer an und stellte fest, die Farbe war nicht mehr die ursprüngliche. Aus den klaren grün war ein trüber, bräunlich-grüner Mix geworden. Noch während ich so überlegte, was wohl die Ursache dafür sein könnte, wurde mir schlecht… heißt: schwindelig, Taubheitsgefühl in den Extremitäten – so wie kurz vor einer Ohnmacht. Ich konnte noch schnell den WC-Deckel runterklappen, die Spülung drücken und das Fenster aufreißen und bin aus dem Raum geflüchtet. Nach ein paar Gläsern Wasser und einer guten Dosis frischer Luft ging´s mir besser…

Ich weiß weder warum noch was dem Reiniger beigefügt wurde, vermute allerdings etwas chlorhaltiges. Gefragt habe ich auch nicht, weil ich keine Heinzelmännchen-Antwort haben wollte. Ich habe das Zeug entsorgt und fertig. Aber in Zukunft schau´ ich mir die Flaschen vorher an. Sowas kann ganz schön schiefgehen. Mit Chlorgasvergiftung ist nicht gut weiterleben… :greentongue:

Grundsätzliches

Was meinen Blogeintrag von gestern sowie den vor ein paar Tagen (Heinzelmännchen) betrifft wollte ich noch etwas Grundsätzliches anmerken – um Fehlinterpretationen vorzubeugen…

Ich habe mir meine Kunden – auch meine Mittwochsomi – selbst ausgesucht. Ich könnte – wenn ich wollte – jederzeit sagen, dass ich keinen Bock mehr habe und mir eine neue Stelle suchen, das wäre kein Problem. Um ehrlich zu sein habe ich darüber in letzter Zeit schön des öfteren nachgedacht. Allerdings ist es grundsätzlich so, dass ich nicht gerne beim kleinsten Hindernis aufgebe. Auch bei größeren nicht sofort. Ich sehe manches als Herausforderung und freue mich, wenn ich es schaffe, die kleinen Ärgernisse das sein zu lassen, was sie sind – nämlich KLEINE Ärgernisse. Die Menschen sind verschieden, jeder hat seine Eigenarten und Prioritäten. Ich finde es spannend, damit täglich umzugehen, mein Job macht mir Spaß – gerade auch deswegen. Natürlich habe ich auch schon Stellen aufgegeben, weil das Negative einfach überwogen hat und ich mich wöchentlich überwinden musste hinzugehen, nur um immer wieder bestätigt zu werden, dass das nicht irgendwann besser werden wird. Dann habe ich es eben gelassen. Ich hatte mal eine Dienstagsomi, die ich sehr mochte und bei deren Schwiegertochter und Sohn ich nebenan auch gearbeitet habe. Die Schwiegertochter hat sich irgendwann verabschiedet (was ich BESTENS nachvollziehen konnte!). Der Sohn allein war nie da und deshalb für mich, trotz häufigen Genervtseins über die Umstände, zu tolerieren. Dann zog seine neue Freundin bei ihm ein und mit ihr Gerüche und Umstände die eben nicht mehr zu tolerieren waren. Was also tun? Die Omi mochte ich nicht im Stich lassen. Es ging aber nicht eins ohne das andere. Ein paar Monate später ist sie schwer gestürzt und schließlich verstorben.  Das war dann der Moment wo ich mich dort verabschiedet habe. Wäre der Sohn alleine gewesen hätte ich das nicht gemacht, zumindest nicht sofort. Aber er war ja „gut“ versorgt und so hatte ich kein schlechtes Gewissen. So ist es halt manchmal eine Sache der Abwägung… und so ist es auch bei der Mittwochsomi. Vor allem bei ihrer Tochter bin ich einfach nicht gerne, aber ich sehe sie nie. Die Omi liegt mir irgendwie am Herzen, trotz all ihrer kleinen und größeren Macken. Sie ist irgendwie liebenswert, wird halt mit der Zeit immer eigener. Ich denke mir dann – wenn ich mal wieder am Rande bin – dass es unfair wäre, nach der ganzen Zeit in der sie sich an mich gewöhnt hat und ich mich an sie, einfach von heute auf morgen den Hut zu nehmen, nur weil sie mich ein wenig genervt hat. Im Grunde reicht der Gedanke, dass ich es könnte, aber soooo schlimm war es noch nie. Wenn ich dann was sage, dann wirkt es meistens und das ist doch eigentlich alles was ich möchte.  Hindernisse sind zum Überwinden da und nicht um davor zu kapitulieren, sage ich  mir immer. Natürlich sollten sie überwindbar sein, das ist ganz klar. Bisher war das immer noch so. Und mal ehrlich… wer hat nicht mal Stress im Job, es mit Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten zu tun, die einem mal dämlich kommen. Die meisten anderen Kunden sind jünger, ein paar haben kleine Kinder und allesamt sind sie vollkommen problemlos. Mit einigen bin ich fast befreundet, wir duzen uns und es macht einfach nur Spaß. Deshalb mache ich den Job. Ich müsste keine Zugeständnisse machen, ich könnte es einfacher haben. Aber wo bliebe da die Herausforderung? :greenbigsmile:

Genug philosphiert für einen Samstag. Brunch mit Schatzi wartet und ich muss die Katze wieder reinlassen… die hab ich vor 10 Minuten auf einen kurzen Spaziergang nach draußen geschickt, weil ihr drin derart langweilig war, dass sie nur verbotene Sachen gemacht hat. Ich hoffe, sie weiß die Wärme und Gemütlichkeit hier drin gleich wieder ein wenig besser zu schätzen… :greenbiggrin: